Pater Dr. Gerd Birk (SVD) – Brückenbauer zwischen Menschen

Es gibt Menschen, deren Wirkung sich nicht auf eine Aufgabe oder einen Ort beschränkt. Pater Dr. Gerd Birk (SVD) gehört zu ihnen. Sein Weg führte ihn von Deutschland über Rom nach Litauen und schließlich nach München. Als Theologe und Professor beschäftigte er sich intensiv mit Religionspädagogik und der Vermittlung des Glaubens. Doch seine Arbeit blieb nie auf Hörsaal und Lehrbücher beschränkt.

Seine besondere Verbindung zu Litauen begann lange vor seiner Tätigkeit für die Stiftung. Mehrere Jahre war er in der Ausbildung von Religionslehrern in Litauen tätig. Später wurde die litauische Gemeinschaft in München zu einem wichtigen Teil seines Lebens. Er spricht und versteht Litauisch und feiert regelmäßig Gottesdienste in litauischer und deutscher Sprache. So wurde er für viele Menschen zu einem Brückenbauer – zwischen Litauen und Deutschland, zwischen Generationen und unterschiedlichen Lebenswelten.

Der Weg nach Švenčionėliai

Seit der Gründung der Sonja und Edmund Obolevicius Stiftung war Pater Gerd Mitglied des Vorstands. Eine wichtige Etappe begann 2014. Gemeinsam reiste er mit Benjamin Witstock nach Litauen und traf sich in Vilnius mit der Caritas Vilnius, um Möglichkeiten einer Zusammenarbeit zu besprechen. Von dort wurden wir nach Švenčionėliai vermittelt.

Diese Begegnung wurde zum Ausgangspunkt für die spätere Unterstützung des Kindertageszentrums Šypsenėlė. Pater Gerd brachte dabei nicht nur seine Erfahrung und seine Verbindung zu Litauen ein. Er war über viele Jahre ein verlässlicher Begleiter der Stiftungsarbeit und der Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort.

Ein Wegbegleiter

Pater Gerd steht für eine Form von Verbundenheit, die nicht von großen Worten lebt. Er hört zu, vermittelt, bleibt im Gespräch und schafft Vertrauen. Auch deshalb war seine Mitwirkung für die Stiftung über viele Jahre wertvoll. Gemeinsam mit anderen hat er dazu beigetragen, dass aus einer Stiftungsidee eine konkrete und dauerhafte Verbindung zu einem Ort in Litauen werden konnte.

Im Sommer 2026 schied Pater Gerd auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand der Stiftung aus. Seine Verbindung zu Litauen und zu den Menschen dort bleibt bestehen. Und in der Geschichte der Stiftung wird sein Beitrag seinen festen Platz behalten.

Pater Gerd war für uns ein Wegbegleiter, ein Vermittler und vor allem ein Brückenbauer – zwischen Menschen, zwischen Ländern und zwischen dem Gedanken einer Stiftung und ihrer konkreten Aufgabe.

Schreibe einen Kommentar

Translate »